"Kann ich mich überhaupt trauen, die Play-Taste zu drücken?!"

Der Bewertungsindex

Die vier Faktoren sollen dir neben dem Trailer bei der Entscheidung für oder gegen einen Film helfen. Das System erklärt sich ganz praxisnah von selbst: Wenig Blut = nicht so schlimm. Viel Blut = ziemlich schlimm.

 

Das kann dann zum Beispiel so aussehen:

 

Unterhaltungsfaktor

Angstfaktor

Überraschungsfaktor

Nachhaltigkeitsfaktor


Der Unterhaltungsfaktor

Auch: Spaßfaktor. Horrorfilme machen generell eh Spaß. Da der Mensch aber nach ständiger Weiterentwickung und Verbesserung strebt, hat er eines lauen Frühlingsnachmittags die Horrorkomödie erfunden. Vor allem für dieses Genre gibts hier den Index namens Unterhaltungsfaktor. Er soll zeigen, wie gut das mit dem Spaß im Film gelungen ist. Aber nicht nur da, und jetzt wirds eigentlich interessant: Es gibt auch Zombiefilme, in denen die Zombies nicht nur als böse, hirnlose, fleischhungergetriebene Beisserchen dargestellt werden, sondern als unperfekte Kreaturen wie du und ich. Ja. Wirklich.

Der Angstfaktor

Du willst es doch garnicht anders: Film starten, ordentlich gruseln, und danach froh sein, dass mans überstanden hat und man alle seine Sinne noch beinander hat. Da aber jeder eine eigene Maximalgruseltoleranzschwelle hat, eignet sich (zumindest vorerst) nicht jeder Film für jeden. Für Filme ab 3 Blutstropfen noch ein Tipp: ein Kleidungsstück, eine alte Socke oder einfach die Hände vors Gesicht halten, sobald sich der Spannungsbogen aufbaut. Je nach Gemütszustand durch den semitransparenten Stoff/ die Löcher/ die Finger schauen, dann bekommt man den Grusel nicht in vollem Umfang ab. Hilft!

Der Überraschungsfaktor

Typische Szene, besonders fies: Während dem Filmschauen besänftigt man sein durchgerütteltes Gemüt zwischendurch mit einem Schluck Fencheltee (übrigens sehr empfehlenswert; wenn man aber gerade keinen im Haus hat, geht auch Gin Tonic) - und genau dann, wenn man die Tasse zum Mund führt, grinst der Chefzombie plötzlich und unerwartet von hinten ins Bild. Solche Szenen werden gerne durch einen schnellen Cut und schrilles allegro-con-fuoco des Filmorchesters begleitet, was die Wirkung natürlich immens und nachhaltig verstärkt. Um dich da einigermaßen drauf vorzubereiten und nassen Flecken auf dem Sofa (vom Tee, Mann!) vorzubeugen, gibts diesen Index.

Der Nachhaltigkeitsfaktor

Der Film ist mitsamt Abspann schon längst vorbei, es gruselt aber noch nach? Vielleicht sogar noch übermorgen? Du läufst tagelang ungekämmt durch die Welt, weil du dich nach dem Film nicht mehr traust, in einen Spiegel zu schauen (beliebter Spaß unter Drehbuchautoren)? Du wachst morgens neben deinem Freund auf und fürchtest, dass er jetzt auch zur Zombiebande gehört - dabei wurdest du nur mit den Folgen des Gin Tonics konfrontiert? Sind natürlich die Horrorfilme dran schuld. Hier noch ein Tipp: Um bleibenden Schäden entgegenzuwirken, hilft es, direkt nach dem Film das Making Of anzusehen. Weil: Zombies sind auch nur Menschen.